Geburt.

Wenn werdende Eltern sich fragen, wo sie ihr Kind zur Welt bringen möchten, stellt sich die grundsätzliche Frage:
Soll es in einer Klinik zur Welt kommen? Oder soll es zu Hause oder im Geburtshaus / Hebammenpraxis geboren werden?
Es gibt viele gute Gründe für beide Entscheidungswege.

Dabei spielen sowohl die Fragen nach der Sicherheit, als auch nach der Atmosphäre eine grundlegende Rolle. Außerdem ist für viele werdende Eltern wichtig, ihre eigenen Vorstellungen und Wünsche bezüglich Geburt und die erste Zeit mit dem Baby einbringen zu können.

Das bedeutet, jede Gebärende sollte sich vor der Geburt klar machen, unter welchen Bedingungen sie sich sicher und gut betreut fühlt und welche Rolle für sie dabei die medizinische Versorgung spielt.

Voraussetzung für eine Geburt außerhalb der Klinik ist ein normaler Schwangerschaftsverlauf und Gesundheit von Mutter und Kind.
Risiken, die gegen eine außerklinische Geburt sprechen, sind beispielsweise: Mehrlingsschwangerschaften, Steißlagen, Frühgeburten oder schwere Stoffwechselerkrankungen. Die Beurteilung einzelner Risiken und ihr Ausmaß sollten Sie immer individuell und in Ruhe mit Ihrer Hebamme und Ihrem Arzt erörtern. 

Alle Geburtsorte in Berlin finden Sie hier.

Hausgeburt/Geburtshaus/Hebammenpraxis

  • Die Geburt wird ausschließlich von einer Hebamme begleitet (ohne Arzt).
  • In einer privaten, ungestörten Atmosphäre kann eine Schwangere sich besser entspannen, was den Geburtsverlauf meist positiv beeinflußt.
  • Die Frau kann den Geburtsverlauf selbst gestalten.
  • Es gibt keine Routinemaßnahmen (es werden keine Braunülen gelegt, keine Herzton-Dauerüberwachung, keine eingeschränkte Bewegungsfreiheit).
  • Bei auftretenden Problemen wird die Frau ins Krankenhaus verlegt (in den meisten Fällen aufgrund von Wehenschwäche).
  • Grundvoraussetzung ist eine normal verlaufende Schwangerschaft.

Geburt im Krankenhaus

  • Die Geburt wird während der Wehen von einer Hebamme geleitet; der Arzt kommt bei auftretenden Problemen und zur eigentlichen Geburt dazu.
  • Auch bei normal verlaufenden Schwangerschaften gibt es werdende Eltern, die sich in einem medizinisch und technisch voll ausgestatteten Umfeld wohler fühlen.
  • Je nach Ausstattung des Krankenhauses steht eine große Vielfalt an Schmerzmitteln zur Verfügung.
  • Auch in Kliniken werden alternative Heilmethoden zunehmend eingesetzt.
  • Die Frau wird von einer Hebamme betreut, die sie meist nicht kennt und die möglicherweise mehrere Geburten gleichzeitig betreuen muss; auch gibt es bei den Hebammen und Ärzten Schichtwechsel.
  • In einigen Krankenhäusern können Sie durch eine Beleghebamme betreut werden.
  • Es gibt auch bei normal verlaufenden Geburten eine höhere Interventionsrate (mehr Dammschnitte, mehr Schmerzmittel, mehr Kaiserschnitte etc.).
  • Bei Komplikationen, Risikoschwangerschaften und Frühgeburten wird die Geburt im Krankenhaus erfolgen – bei Bedarf auch mit angeschlossener Kinderklinik.