Außerklinische Geburt.

Seit Jahren hält sich der Anteil der außerklinischen Geburten in Deutschland konstant bei 2 - 3% aller Geburten. Statistische Auswertungen über mittlerweile mehr als zehn Jahre zeigen eine hohe Qualität und Sicherheit der außerklinischen Geburtshilfe (www.quag.de). Jede gesunde Schwangere kann ihr Kind außerhalb der Klinik gebären. Vorrausgesetzt alle Risikofaktoren, die eine besondere medizinische Betreuung von Mutter und/oder  Neugeborenen notwendig machen würden, können ausgeschlossen werden.

Hausgeburt

Diese Form der Geburt bietet der werdenden Mutter die Möglichkeit, ihr Kind in gewohnter Umgebung ungestört und in Ruhe zu gebären. Begleitet von vertrauten Per­sonen, einschließlich der Hebamme, kann sie entsprechend ihren Kräften und ihrem Tempo, selbstbestimmt die Wehenarbeit leisten. Wenn  die Gebärende sich wohl und ungestört fühlt, gelingt die Geburtsarbeit am besten. Das eigene häusliche Umfeld ist hierfür der ideale Ort. Oftmals wird eine zweite Hebamme zur Unterstützung hinzugezogen. Die Hebamme bringt alle nötigen Utensilien für die Geburt mit und ist selbstverständlich auch auf Notfälle vorbereitet.

Die Schwangerschaftsbegleitung durch die Hebamme ist für Gebärende und Hebamme ein guter Grundstein, um sich gegenseitig besser kennenzulernen und Vertrauen zu schöpfen. Somit kann die Gebärende besser unter der Geburt loslassen und die Hebamme kann sie dabei genauer einschätzen und eventuell auftretende Schwierigkeiten frühzeitig erkennen.

Geburtshaus oder Hebammenpraxis

Ein Geburtshaus ist ein Ort, der eine gemütliche, ruhige und störungsfreie Atmosphäre bietet, in der sich die Gebärende sicher und geborgen fühlen kann. Hier werden alle Geburten ausschließlich von Hebammen begleitet. Die medizinischen Möglichkeiten entsprechen denen der Hausgeburt. Häufig finden die Schwangerenvorsorgen und die Geburtsvorbereitungskurse bereits in den Räumen des Geburtshauses  statt, sodass auch hier Vertrautheit und Geborgenheit entstehen können. Nach der Geburt haben Mutter und Kind Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Erholung. Im Geburtshaus gibt es keine vorgeschriebenen Routinemaßnahmen. Selbstbestimmte Geburt bedeutet, Frau und Kind stehen im Mittelpunkt des Geschehens und die Hebamme begleitet sie dabei. Gegen Ende der Geburt ruft die Hebamme in der Regel eine zweite Hebamme zur Unterstützung hinzu.

Oftmals sind Geburtshäuser mit einer Gebärbadewanne ausgestattet, sodass Wassergeburten möglich sind.  Auch andere Unterstützungen für verschiedene Positionen werden angeboten z.B. Gebärhocker oder Pezziball. Geburtshäuser liegen zumeist in der Nähe einer Klinik.

Es gibt in Berlin zunehmend Hebammenpraxen, die ähnliche Räumlichkeiten und Geburtsvoraussetzungen bieten wie die Geburtshäuser.

Wer eine außerklinische Geburt in Betracht zieht, sollte spätestens im zweiten Drittel der Schwangerschaft Kontakt zu einer Hebamme aufnehmen.

Interessengemeinschaft der Berliner Geburtshäuser
Schönfließerstr. 17, 10439 Berlin
Telefon: 030 / 322 30 71
E-Mail: kontakt@berlinergeburtshaeuser.de
www.berlinergeburtshaeuser.de

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