Stillvorbereitung.

Auch wenn das Baby noch im Bauch bestens ernährt wird, bereiten sich Mutter und Kind schon auf die anschließende Stillzeit vor. Das Kind übt das Saugen und Schlucken in der Gebärmutter, die Brust bereitet sich auf die Milchbildung vor.

Stillvorbereitung sollte aber auch im Kopf stattfinden. Informieren Sie sich schon in der Schwangerschaft über das Stillen, damit Sie und Ihr Baby optimale Startbedingungen haben. Auch die Väter sollten sich Zeit dafür nehmen, denn sie werden die Stillzeit unmittelbar begleiten und können für ihre Partnerin eine große Unterstützung sein.

Die Hebamme informiert Sie schon während der Schwangerschaft über das Stillen. Mit ihr können Sie auch Sorgen oder Fragen besprechen, die Sie in Bezug auf die Stillzeit oder vielleicht aus früheren Stillerfahrungen haben. Sollte es bei Ihnen Besonderheiten geben wie etwa eine vorherige Brustoperation, ist eine Stillberatung vorab sinnvoll. Wenn Sie ein krankes oder ein Kind mit einer Behinderung erwarten, empfehlen wir Ihnen in jedem Fall, sich vorher bei der Hebamme über das Stillen zu informieren. Viele Dinge können schon vorbereitet werden (zum Beispiel das Bereitstellen einer geeigneten Milchpumpe). Auch bei drohender Frühgeburt ist eine rechtzeitige Information und Vorbereitung eine große Hilfe, wenn das Baby dann tatsächlich zu früh geboren wird.

Der Geburtsvorbereitungskurs sollte Sie an mindestens einem Termin über die Stillzeit informieren. Fragen Sie bei Ihrer Kursanmeldung danach. Körperlich vorbereitende Maßnahmen wie das Abhärten der Brustwarzen sind übrigens nicht erforderlich. Ganz im Gegenteil können diese sehr unangenehm sein und zu Verletzungen führen. Meiden Sie Seifen, Öle oder Cremes direkt auf den Brustwarzen, da diese den körpereigenen Schutzfilm zerstören.