Weitere Stillzeit.

Nach der Wochenbettzeit wird sich das Stillen meist gut zwischen Ihnen und Ihrem Baby eingespielt haben. Aber im Verlaufe der Stillzeit tauchen doch immer wieder Fragen oder auch Probleme auf. Vielleicht wollen Sie wissen, wie sich Ihre Berufstätigkeit mit dem Stillen vereinbaren lässt oder wann und wie Ihr Baby die erste Beikost erhalten soll. Auch bei einem Milchstau oder einem „Stillstreik“ des Kindes kann die Hebamme Sie unterstützen.

Sie können bis zum Ende der Stillzeit vier weitere Hausbesuche und vier weitere telefonische Beratungen in Anspruch nehmen. Sollte Ihre Wochenbetthebamme zu diesem Zeitpunkt verhindert sein, können Sie sich natürlich an jede Kollegin wenden, die Beratung in der Stillzeit anbietet.

Nichtstillende Mütter können diese vier Hausbesuche und telefonischen Beratungen ebenfalls bis zum Ende des neunten Lebensmonats des Kindes in Anspruch nehmen, wenn sie Fragen zur Ernährung des Kindes haben.

Wie lange Sie Ihr Kind stillen möchten, ist eine individuelle Entscheidung, die im Laufe ihrer Stillzeit gemeinsam mit dem Kind zu treffen ist. Die vielen positiven Aspekte des Stillen sprechen für eine längere Stillzeit. Gerade ein aktives Krabbelkind profitiert von den vielen Abwehrstoffen in  der Muttermilch, wenn es mehr und mehr die Welt entdeckt. Aber auch die Vorteile für die Mutter steigen mit der Stilldauer.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt ein ausschließliches Stillen in den ersten sechs Monaten und danach ein Weiterstillen neben geeigneter Beikost bis zum Ende des zweiten Lebensjahres und darüber hinaus. Wie lange Sie und Ihr Kind auch immer stillen möchten – wir Hebammen stehen Ihnen gerne unterstützend zur Seite.

In manchen Fällen kann es sinnvoll sein den Gewichtsverlauf eines Kindes gut im Auge zu behalten.
Mit Hilfe der WHO Kurve können Sie den Gewichtsverlauf Ihres Kindes in den ersten 6 Monaten gut und übersichtlich dokumentieren. Die Kurven sind für gestillte Kinder. Der Gewichtsverlauf von nicht gestillten Kindern orientiert sich an diesen Kurven.

Wenn Sie Fragen zum Umgang mit der Kurve haben sprechen Sie bitte mit Ihrer Hebamme.