Wochenbett.

Wochenbett

Als Wochenbett wird die Zeit nach der Geburt bezeichnet, in der sich die durch Schwangerschaft und Geburt entstandenen Veränderungen zurückbilden. Medizinisch gesehen umfasst das Wochenbett die Dauer von sechs bis acht Wochen, wobei das Frühwochenbett (die ersten zehn Tage nach der Geburt) besonders sensibel ist. Neben den Rückbildungsvorgängen finden die Wundheilung, die Milchproduktion und die hormonelle Umstellung statt. 

Manche Frauen fühlen sich einige Wochen nach der Geburt schnell sehr ähnlich wie vor der Schwangerschaft, die meisten nehmen jedoch eine Veränderung wahr. In der Regel braucht der Körper einige Monate um sich vollkommen zu regenerieren. Der Körper braucht nach der Geburt viel Schonung und Erholung, um diese Anpassungsvorgänge vorzunehmen, selbst wenn eine Frau die Geburt als "leicht" empfunden hat. Nehmen Sie sich deshalb in den ersten Tagen und Wochen nicht zu viel vor. Häufig unterschätzen werdende Eltern das Ausmaß der auf sie zukommenden Veränderungen.

So kommt es gar nicht selten vor, das Wochenbett für alle Beteiligten eine Phase der Anstrengung und Überforderung bedeutet. Häufig gilt es als "Muss" für die junge Mutter, möglichst schnell wieder in den Alltag zurückzukehren. Nicht nur das eigene Leben, sondern auch die neue Situation mit dem Kind soll umgehend gemeistert werden.

Nicht nur beim ersten Baby braucht es Zeit bis alle ihren neuen Platz gefunden haben. Auch gewachsene Familien müssen sich in die neue Sitaution reinfinden. Schließlich wird nicht nur ein Baby, sondern auch eine neue Familie geboren. Daher ist es ratsam, das Wochenbett durch ein paar einfache Maßnahmen vorzuorganisieren.

Sämtliche Stressfaktoren sollten in den ersten Wochen beseitigt werden. Vor allem das Thema Besuch empfiehlt sich bereits vor der Geburt mit allen Angehörigen zu besprechen. Besuch sollte nur nach Voranmeldung kurz vorbeikommen. Eine warme Mahlzeit und der Kuchen sollte von ihm mitgebracht werden und im günstigsten Fall wird beim Gehen auch gleich der Müll mit runtergenommen.

Viel Ruhe ist wichtig für das Einfinden in die neue Situation - es ist eine einmalige Lebensphase.

Dieses berücksichtigt auch die Krankenkasse, indem sie die Kosten für Hebammenhilfe bis zu acht Wochen nach der Geburt übernimmt. Unabhängig davon, wo und wie das Baby geboren wurde. Darüber hinaus ist eine Verlängerung der Hebammenbetreuung auf ärztliche Anordnung möglich. Stillberatungen und Beratung zur Ernährung des Kindes führt die Hebamme mindestens im ersten Lebensjahr, auf jeden Fall bis zum Ende der Stillzeit durch. Einen Anspruch auf Wochenbettbetreuung haben auch diejenigen Frauen, deren Kind vor, bei oder nach der Geburt gestorben ist. Es gibt Hebammen, die sich hierfür fortgebildet haben. In der Berliner Hebammenliste erhalten Sie einen Überblick.

Genauso wie die Mutter hat auch das Kind einen eigenen Anspruch auf Hebammenhilfe, z.B. wenn die Mutter im Krankenhaus liegt oder das Kind adoptiert wurde.