Hebammenausbildung.
Warum erfreut sich der Beruf der Hebamme einer ungebrochenen Beliebtheit?
Den "weisen Frauen" wurde durch die Jahrhunderte hinweg ein umfangreiches Erfahrungswissen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zuerkannt, das über die ärztlichen Vorstellungen von Wissenschaftlichkeit hinausging.
Dass Aspekte dieser "Hebammen-Kunst" die Dominanz der ärztlichen Geburtsmedizin des 20. Jahrhunderts überleben konnten, ist zum großen Teil ein Verdienst der 58 Hebammenschulen Deutschlands. Die Ausbildung wird sowohl durch das Hebammengesetz als auch durch die Ausbildungs- und Prüfungsordnung geregelt und findet immer an einem Krankenhaus mit einer geburtshilflichen Abteilung statt. Hier werden innerhalb von drei Jahren insgesamt 1600 Theorie- und 3000 Praxisstunden (im Kreißsaal sowie auf verschiedenen Stationen, im OP und in der Kinderkrankenpflege) absolviert. Praxiseinsätze und Blockunterricht wechseln sich ab, und ein Externat bei freiberuflichen Hebammen ermöglicht den Schülerinnen Einblicke in die freiberufliche Hebammentätigkeit.
Bewerberinnen sollten das 17. Lebensjahr vollendet und einen Realschulabschluß (oder eine gleichwertige Schulbildung) haben. Die Chance auf einen Ausbildungsplatz ist jedoch deutlich größer, wenn die Bewerberin das Abitur absolviert hat. Die obere Altersgrenze variiert von Schule zu Schule zwischen circa. 30 und 38 Jahren.
Hebammenschulen in Berlin:
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Charité – Campus Rudolf-Virchow-Kliniken |
Berlin-Neukölln Vivantes GmbH |
Weitere Informationen und Adressen aller deutschen Hebammenschulen werden auf der Homepage des Deutschen Hebammenverbandes veröffentlicht.
Studium für Hebammen.
Im Mai 1995 haben die Kultusminister der Länder in einer Richtlinie festgelegt, dass die Lehrkräfte der Medizinalfachberufe künftig an Hochschulen ausgebildet werden sollen. Damit wird die längst überfällige Gleichstellung mit den Lehrern anderer Ausbildungsberufe angestrebt. Bei der Umsetzung der Richtlinie beschreiten die Länder unterschiedliche Wege (Fachhochschulstudium mit Diplom-Abschluss, Universitätsstudium mit Diplom-Abschluss, Lehramtsstudium mit anschließendem Referendariat). Daher rät der DHV den Hebammen, die sich im pädagogischen Bereich weiterbilden möchten, ein Studium in den bestehenden Studiengängen aufzunehmen. Auch im Bereich Management werden in Zukunft qualifizierte Hebammen benötigt. Sie können als Fachbereichsleitung angestellt sein oder Kolleginnen auf dem Weg in die Selbständigkeit beraten.
Ausführliche Informationen finden Sie auf der Seite des Deutschen Hebammenverbandes.
