Bislang keine Einigung um Haft­pflichtausgleich durch die Krankenkassen

Wie der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wollen die Krankenkassen die Erhöhung der Haftpflichtprämien ausgleichen. In dem Artikel ist von 6,5 Millionen Euro die Rede. Leider liegt dem Deutschen Hebammenverband ein derartiges Angebot nicht vor. "Die uns gebotene Summe liegt um ein Vielfaches darunter", sagt Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes.

Nach dem Spiegel-Artikel hat der DHV nachgefragt, ob denn das Angebot erhöht worden sei. Nein, hieß es vom GKV-Spitzenverband. Man könne weiterhin über die niedrigere Summe verhandeln. "Das derzeitige Angebot des GKV-Spitzenverbandes ist weiterhin nicht akzeptabel", sagt Martina Klenk. "Wenn hier nichts passiert, werden wir es nicht annehmen können. Denn für einen großen Teil der Kolleginnen würde es das Aus bedeuten."

Zum 1. Juli 2014 erhöhen sich die Haftpflichtprämien für die Hebammen des Deutschen Hebammenverbandes um 20 Prozent. Für die in der Geburtshilfe tätigen freiberuflichen Hebammen bedeutet das eine jährliche Versicherungssumme von 5090 Euro. Der Deutsche Hebammenverband hat mit seiner Petition im Jahr 2010
erreicht, dass die Krankenkassen diese Haft­pflichtsteigerungen seit 2012 ausgleichen muss. "Das geschieht jedoch nur völlig unzureichend", sagt Martina Klenk. "Außerdem haben wir damit das Problem immer weiter steigender Prämien
nicht gelöst. Ab 2015 haben wir zudem immer noch keinen Versicherer, der das Haftungsrisiko für die Hebammen übernehmen will."

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