Haft­pflichtversicherung für Hebammen für ein weiteres Jahr

Nach Angaben des Versicherungsmaklers Securon haben sich heute Nacht verschiedene Versicherer bereit erklärt, den fehlenden Anteil der Nürnberger Versicherung von 20 % im Versicherungs-Konsortium bis 2016 zu übernehmen. Das heißt: Auch im Jahr 2015 wird der Deutsche Hebammenverband eine Gruppenhaftpflichtversicherung für Hebammen anbieten können.

Aber dieses Angebot gilt zunächst nur für ein weiteres Jahr und ist zudem mit einer Prämiensteigerung um weitere 20 % verbunden. Dass damit der drohende Komplettausfall der Haft­pflichtversicherungsmöglichkeit für Hebammen nur um ein Jahr verschoben ist, bestätigt die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes, Martina Klenk: „Das ist nicht die Lösung für die freiberuflich tätigen Hebammen, sondern Stückwerk und bedeutet für die Hebammen ein Sterben auf Raten. Ein weiterer Anstieg der Versicherungsprämien ist für freiberuflich tätige Hebammen nicht mehr zu verkraften und wird definitiv zum Zusammenbrechen der geburtshilflichen Versorgung, und zwar auch in den Kliniken in weiten Teilen Deutschlands führen.“

Daher sei die Politik gefordert - so Klenk: „Um die Prämienspirale zu stoppen, fordern wir nach wie vor eine politische Lösung. Wir brauchen einen öffentlich finanzierten Haftungsfonds, aus dem die Schäden über einer bestimmten Deckungs­summe bezahlt werden. Außerdem müssen die Regressforderungen der Kranken- und Rentenversicherungen an die Hebammen gedeckelt werden“.

Erfahren Sie mehr dazu in der Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbands.
Pressekontakt in Berlin: Susanna Rinne-Wolf Tel. 0171 8225599

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