Juni 2020

Tätigkeitsbericht 2019/2020

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Tätigkeitsbericht 2019/2020

Einigung SRW

Vergleich unterzeichnet


Mai 2020

Liste Apotheken - Desinfektionsherstellung

In dem Dokument finden Sie die Liste der Apotheken und deren Desinfektionsherstellung. Die Datei lässt sich nur mit einem Passwort öffnen. Dieses Passwort war in eurem letzten Newsletter. Falls ihr keinen Newsletter bekommen habt, schickt uns eine E-Mail (ätt durch @ ersetzen).

Corona-Zeiten

Die Babylotsinnen der Berliner Geburtskliniken sind weiterhin für Euch da – trotz Corona!

Liebe Schwangere, liebe Mütter, liebe Väter, liebe Eltern,

momentan befinden wir uns in einer prekären Situation, mit der so keiner gerechnet hätte. Das Corona-Virus hat unser gesamtes Leben auf den Kopf gestellt. Besonders für Euch als (werdende) Eltern, kann dies zu großen Verunsicherungen führen.
Zurzeit sind viele Angebote für Schwangere und junge Eltern wie Schwangerentreffs oder Stillgruppen nicht verfügbar und Behörden schwer erreichbar.

Wichtig für Euch: Die Babylotsinnen informieren und beraten weiterhin persönlich und individuell - zum Beispiel zu folgenden Fragen:

Welche Behörden und Ämter sind geöffnet, wie erreiche ich diese und wer hilft mir dabei?

Was steht uns als Familie an finanzieller Unterstützung zu?

Habe ich trotz Corona Anspruch auf eine Nachsorgehebamme?

Wer hilft mir, wenn ich überfordert bin?


Wir sind weiterhin in den Ambulanzen und Mutter-Kind-Stationen der Berliner Geburtskliniken anzutreffen und unterstützen Euch vor Ort und/oder telefonisch zum Beispiel bei der Anmeldung zur Geburt. Auch wenn Ihr bereits mit Eurem Baby aus dem Krankenhaus entlassen seid, stehen Euch die Babylotsinnen zur Verfügung.

Bei Bedarf wendet Euch einfach an uns oder fragt Eure Hebamme nach unserem Kontakt.
Wir nehmen uns gerne die Zeit für Eure Fragen und Sorgen und versuchen weiterhin passgenaue Hilfen zu vermitteln!

Mehr Informationen zu den Kontaktdaten der Babylotsinnen erfahrt Ihr hier:

www.berlin.de/babylotsen

Eure Berliner Babylotsinnen


Hebammen in der Corona-Krise – wichtiger denn je!

Die Corona-Krise zeigt es deutlich: Die Arbeit der Hebammen bei der Betreuung von Schwangeren, Müttern und ihren Kindern wird bei Verordnungen auf Bundes- und auf Landesebene zu oft ignoriert.

Trotz massiver Bemühungen des Deutschen Hebammenverbandes und seiner Landesverbände gibt es keine verbindliche, bundesweit gültige Regelung freiberuflichen Hebammen medizinische Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen. Einige Bundesländer bieten Hebammen zwar Schutzkleidung an, doch ist hier unklar, wer die Kosten übernehmen wird.

Auch erhalten Kinder von Hebammen nicht in allen Bundesländern einen Platz in der Kindernotbetreuung. Im gemeinsamen Beschluss der Regierungschef*innen von Bund und Ländern zur Beschränkung des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie vom 15. April 2020 wurde jedoch die Grundlage dafür geschaffen, dies zu ändern. Jetzt müssen die Landesministerien diesen Beschluss dringend umsetzen.

Wir fordern die Landesregierungen dazu auf, Hebammen flächendeckend und ausnahmslos in der Umsetzung dieser Regelungen in allen entsprechenden Verordnungen als eigenständige und systemrelevante Berufsgruppe aufzunehmen!

Nur so können wir unsere Arbeit für die Frauen und Familie unter Einhaltung der derzeit bestehenden Sicherheitsbedingungen zur Eindämmung der COVID-19-Epidemie erbringen.

Der Deutsche Hebammenverband und der Landesverband fordern :
• Verbindliche Bereitstellung und Zuweisung von medizinischer Schutzausrüstung für Hebammen im klinischen und im ambulanten Bereich!
• Geregelte Zuständigkeiten örtlicher Behörden bei der Verteilung dieser Schutzausrüstung an Hebammen!
• Kostenlose Versorgung von Hebammen mit medizinischer persönlicher Schutzausrüstung oder Kostenübernahme durch die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen!
• Plätze in der Kindernotbetreuung verbindlich auch für Kinder von Hebammen!


Hebammen betreuen Schwangere, Mütter und ihre Kinder in einer der bedeutendsten Lebensphasen. Wie diese Lebensphase erlebt wird, hat einen maßgeblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Familienbildung und Familiengesundheit und legt somit den Grundstein für das Zusammenleben künftiger Generationen.

Bereits in den vergangenen Jahren hat sich immer wieder bestätigt, dass diese sensible Lebensphase auch in krisenfreien Zeiten nicht die angemessene gesellschaftliche Beachtung findet. In der Corona-Krise zeigt sich dies nun deutlicher denn je.

Deutscher Hebammenverband e. V.
Lietzenburger Str. 53
10719 Berlin

Aktuelle Covid-19-Infos

Hintergrundinfos zu Schutzausrüstung

Die Rechnung der Apotheke ist zu Eurer Transparenz hier einsehbar.

Den Testreport zur Wirksamkeit der Masken findet ihr hier.


KRITIS-Dokument

Liebe Kolleginnen,
in diesem Dokument findet Ihr die Bescheinigung Hebammen_KRITIS.pdf. Die Datei lässt sich nur mit einem Passwort öffnen. Dieses Passwort war in eurem letzten Newsletter. Falls ihr keinen Newsletter bekommen habt, schickt uns eine E-Mail (ätt durch @ ersetzen).


Aktuelle Empfehlung bzgl. Corona

Liebe Kolleg*innen,

gerne möchten wir euch bei Entscheidungen unterstützen, die in Zeiten von Corona jetzt für euch als freiberufliche Hebammen anstehen. Noch fehlen uns konkrete Empfehlungen von der Senatsverwaltung und dem LaGeSo, aber wir bemühen uns weiterhin darum.

Uns ist bewusst, dass das für freiberufliche Hebammen keine einfache Entscheidungsgrundlage und eine schwierige Situation ist. Einige Antworten auf häufige Fragen (FAQ) findet ihr hier: https://www.hebammenverband.de

Sobald wir mehr Informationen haben, leiten wir diese sofort an euch weiter!

Vertretungssuche Vermittlungsplattform

Für März war der öffentliche Starttermin der Vermittlungsplattform mit der Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Dilek Kalayci, geplant. Aufgrund der aktuellen Situation können wir diesen Termin nicht realisieren.

Allerdings können wir die Vertretungsfunktion für Hebammen untereinander schon zur Nutzung freigeben. Wir müssen ja gerade auch in den kommenden Wochen mit mehr Kolleg*innen rechnen, die ausfallen und eine Kollegin zur Vertretung suchen.

Die Nutzung der Plattform ist kostenlos für alle Hebammen und nicht an eine Mitgliedschaft im Verband gebunden.

Vertretungsgesuche erstellt ihr in eurem Profil, nachdem ihr euch einloggt. Wir hoffen so zumindest einen kleinen Vorteil für euch schon nutzbar zu machen. Bei Fragen wendet euch gerne an mail(ätt)berliner-hebammenvermittlung.de

COVID-19 im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Stillen

Ob während der Schwangerschaft eine Übertragung von der erkrankten Mutter auf das ungeborene Kind stattfinden kann, ist nicht abschließend geklärt. Bislang gibt es darauf keine Hinweise. Dennoch sollten Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten.

Bei Symptomen wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden sollten schwangere Frauen so früh wie möglich ihre Ärztin oder ihren Arzt aufsuchen.

Auch beim Stillen ist darauf zu achten, dass alle notwendigen Vorsichtmaßnahmen berücksichtigt werden. Auf direktem Wege, also über die Muttermilch, werden nach aktuellem Kenntnisstand keine Atemwegsviren übertragen. Vielmehr kann Stillen das Immunsystem des Neugeborenen stärken. Auf den Websites von UNICEF und dem Verband der Still- und LaktationsberaterInnen Österreichs (IBCLC) finden Sie weiterführende Hinweise zum Umgang mit dem Coronavirus in der Schwangerschaft und beim Stillen:

UNICEF: https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/coronavirus-das-sollten-eltern-wissen/211680

IBCLC: https://www.stillen.at/vsloe-empfehlung-corona-virus-covid-19-und-stillen/

Royal College of Obstestricians & Gynaecologists: https://www.rcog.org.uk/coronavirus-pregnancy

IGES-Studie zur Stationären Hebammenversorgung

Pressemitteilung

Berlin, 14.01.2020. – In der vergangenen Woche wurde die vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in Auftrag gegebene IGES-Studie zur Stationären Hebammenversorgung veröffentlicht. Diese bundesweite Erhebung wartet auch mit für Berlin interessanten Zahlen auf.

In Berlin wird als einzigem Bundesland die Zahl der Geburten steigen. Da in den Kliniken schon jetzt Hebammen fehlen, ist ein schnelles Handeln des Senats dringend erforderlich. So waren 2017 rund 22% der Planstellen in den Geburtskliniken nicht besetzt, d.h. durchschnittlich 4,4 Hebammen-Vollzeitstellen pro Klinik, wenn man von dem empfohlenen Personalschlüssel für Hebammen in der einzigen dazu vorhandenen deutschen Leitlinie1 und den vom Berliner Senat 2017 erhobenen Zahlen ausgeht.

Vor diesem Hintergrund sieht es der BHV besonders kritisch, dass laut der Studie „mehr als 40 % der Hebammen eine Reduzierung ihrer Arbeitszeit ernsthaft erwägen und mehr als ein Viertel von ihnen sogar an eine vollständige Aufgabe der beruflichen Tätigkeit denkt.“

Als Gründe für den Rückzug aus dem Beruf benennt die Studie die hohe Arbeitsbelastung und die Ausübung von fachfremden Tätigkeiten. Daher fordert der BHV von der Berliner Politik, in allen Geburtskliniken die angestellten Hebammen in diesen beiden Punkten nachhaltig zu entlasten.

Zum angestrebten Betreuungsschlüssel einer 1:1-Betreuung (eine Hebamme betreut eine Gebärende) stellt die IGES-Erhebung fest, dass rund 25 Prozent der Hebammen sogar in einer normal ausgelasteten Schicht vier oder mehr Frauen gleichzeitig betreuen müssen. Eine von den Fachgesellschaften der Frauen- und Kinderärzte verfasste Leitlinie fordert bereits seit 2015 einen Betreuungsschlüssel, der in 95% der Fälle eine 1:1-Betreuung von einer Hebamme zu einer Gebärenden ermöglicht. Das Nationale Gesundheitsziel

„Gesundheit rund um die Geburt“ von 2017 hält einen darüber hinausgehenden Personalschlüssel für notwendig, um die 1:1-Betreuung flächendeckend zu erreichen.

Der BHV fordert hier personelle Veränderungen in den Kreißsälen, damit die 1:1-Betreuung die Regel wird und nicht die Ausnahme bleibt.

Angesichts der alarmierenden Daten aus der IGES-Studie fordert der BHV, dass Berlin sich auf Bundesebene mit aller Kraft für die Umsetzung eines „Geburtshilfestärkungsgesetzes“ einsetzt, wie es vom Deutschen Hebammenverband (DHV) und vom Bundesrat gefordert wird.

Zum anderen fordert der BHV den Berliner Senat auf, den Prozess des Runden Tischs Geburtshilfe, der 2017 in Gang gesetzt wurde und seit 2018 ruht, wieder aufzunehmen.

In diesem Rahmen sollte der Senat Druck auf die beteiligten Akteure ausüben, transparente und verlässliche Angaben zu den Bedingungen in den geburtshilflichen Abteilungen zu machen, die zum Teil schon angekündigten Verbesserungen tatsächlich umzusetzen, sowie sich auf verbindliche Vorgaben zu einigen.

Kontakt und weitere Informationen:
Berliner Hebammenverband e.V.
Ann-Jule Wowretzko 1. Vorsitzende
Mobil:0151/17232298
E-Mail: mail@berliner-hebammenverband.de


Hier können Sie die Pressemitteilung als pdf herunterladen.

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